Age Report II 2009 (www.age-stiftung.ch)

François Höpflinger

Einblicke und Ausblicke zum Wohnen im Alter

Seismo-Verlag Zürich 2009 (www.seismoverlag.ch)
295 Seiten, ISBN 978-03777-073-3

Aus dem Inhalt:

Teil 1:

Analysen und Ergebnisse zur Wohnumfrage 2008

Mehrfacher Wandel des Alters
Wirtschaftliche Aspekte zum Wohnen
Wandel der Haushaltsformen
Wohnsituation - objektiv und subjektiv
Wohnmobilität und Technik im Alter
Wohnwünsche und Wohnperspektiven
Wohnformen im Alter - bedürfnisgerecht

Teil 2:

Reportagen zu Wohnveränderungen im Alter (von Paula Lanfranconi)

Illustriert mit Fotos von Ursula Meisser


Zusammenfassung der Buchpublikation 

Wohnplanung für das Alter - vier zentrale Grundprinzipien

Wenn Fragen des Wohnens im Alter beziehungsweise des Wohnens für ältere Menschen diskutiert und analysiert werden, sind immer vier gerontologische Grundprinzipien zu berücksichtigen:

Erstens ist ,Alter nicht gleich Alter', und die Alternsprozesse von Menschen sind vielfältig und mehrdimensional. Nicht alle Frauen und Männer erfahren psychische, sensorische und kognitive Einschränkungen zur gleichen Zeit und im gleichen Rhythmus. Menschen von beispielsweise 80 Jahren unterscheiden sich psychisch wie kognitiv stark. Die enormen Unterschiede der Alternsprozesse implizieren die Notwendigkeit einer Vielfalt an Wohnformen für das Alter. Je nach Verlauf der körperlichen, kognitiven und psychischen Alternsprozesse müssen andere Wohnformen gewählt werden. Da Alternsprozesse nicht standardisiert verlaufen, sind Begriffe wie ,altersgerechte Wohnung' mit Zurückhaltung zu benützen. Eine altersadäquate Wohnung kann je nach Verlauf des Alterns sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen voraussetzen.

Zweitens variieren Wohnformen und Wohnbedürfnisse - wie auch die Chancen zur selbständigen Gestaltung des Wohnens - auch im Alter je nach sozialer Schichtzugehörigkeit (Bildungshintergrund, Einkommenslage und Wohneigentum). Wohngestaltung und Wohnkontext von Frauen und Männern aus unterschiedlichen sozialen Milieus unterscheiden sich, und je nach Höhe der Rente und des Vermögens stehen pensionierten Menschen je andere Wohnmöglichkeiten offen. Wer wohlhabend ist, kann sich eine luxuriöse Seniorenresidenz oder eine teure Eigentumswohnung leisten. Wer wirtschaftlich schlechter gestellt ist, ist auf eine günstige Mietwohnung oder auf eine genossenschaftliche Alterswohnung angewiesen. Daneben spielen regionale Faktoren eine bedeutsame Rolle, und Altern in einer Innenstadt hat ein anderes Gesicht als Altern in einer ländlich geprägten Wohngemeinde.

Drittens sind Wohnbedürfnisse und Wohnästhetik lebensgeschichtlich mitgeprägt, Je nach erlebter Biografie ergeben sich andere Vorstellungen zur idealen Wohnumgebung, und je nach Lebensgeschichte werden andere Möbel und Wohneinrichtungen bevorzugt. Da ältere Menschen auch Spuren früherer Zeitepochen in sich tragen, können ältere Menschen andere Wohnansprüche vertreten als jüngere Menschen. Eine langjährig bewohnte Wohnung ist für ältere Menschen mehr als nur ,Wohnraum', sondern es ist auch der Ort, wo sich biografische Erinnerungen ansammeln, und bei einem Wechsel etwa in eine Alters- oder Pflegeeinrichtung nehmen alte Menschen nicht primär das Nützliche mit, sondern das, was ihnen lebensgeschichtlich wertvoll erscheint.

Viertens - und dies ist vor allem bei der längerfristigen Planung altersbezogener Wohnangebote wichtig - können allgemeiner Bedarf und konkrete Nachfrage nach Alterswohnungen oder nach Dienstleistungen im Quartier auseinander fallen. Ein demografisch bedingter Anstieg der Zahl an pflegebedürftigen alten Menschen bedeutet nicht eine parallel ansteigende Nachfrage nach Pflegeplätzen, weil die Nachfrage nach institutioneller Pflege von familialen Strukturen und wirtschaftlichen Verhältnissen abhängig ist. Ein hoher Bedarf an Wohnanpassungen kann mit einer geringen Nachfrage verknüpft sein, etwa wenn die Kosten entsprechender Anpassungen überschätzt werden oder ältere Menschen ihr Alter und die damit verbundenen Behinderungen verdrängen. Geäusserte Bedürfnisse nach Infrastrukturen (wie Quartierläden, gute Busverbindungen) oder nach Dienstleistungen - wie eine Cafeteria im Alterszentrum, Putzservice, Transportdienste usw. - sagen wenig aus über die tatsächliche Nachfrage nach Bereitstellung entsprechender Angebote (weil das Verhalten von Menschen stark von kurzfristigen, situationsbezogenen Faktoren beeinflusst wird).

Die beiden ersten Grundprinzipien bedeuten, dass es keine für alle älteren Menschen gleichermassen gültige ideale Wohnform gibt. Wohnen im Alter ist ein Thema, das je nach Phase des Alters und je nach sozialer Schichtzugehörigkeit eine andere Prägung aufweist. Wohnangebote für ältere Menschen sind zielgruppenspezifisch auszurichten, und sie haben zu berücksichtigen, dass Menschen nicht gleichförmig altern. Der Vielfalt und Buntheit modernen Alterns ist mit einer Vielfalt an Wohnformen für ältere und hochaltrige Frauen und Männer zu begegnen.

Das dritte Grundprinzip bedeutet für eine kommunale Altersplanung oder für die Gestaltung von Wohnsiedlungen, dass nicht allein die demografische Zukunft (Wie viele alte Menschen sind zu erwarten?), sondern auch die lebensgeschichtliche Vergangenheit der Bewohnerschaft zu berücksichtigen ist. Es macht beispielsweise wenig Sinn, gut ausgerüstete und medial vernetzte Kursräume für eine Seniorenuniversität einzurichten, wenn die Bewohner - als ehemalige Fabrikarbeiter oder Handwerker - primär handwerklich interessiert sind. Ein-Zimmer-Wohnungen in einer Alterssiedlung können zum Problem werden, wenn zunehmend mehr alte Ehepaare zu versorgen sind usw. Altersplanung schliesst immer eine doppelte Zeitperspektive ein: ein demografischer Blick vorwärts und ein lebensgeschichtlicher Blick rückwärts.

Das vierte Grundprinzip - Kluft zwischen allgemeinem Bedarf und konkreter Nachfrage - schliesst ein, dass standardisierte Umfragen (Sind Sie dafür oder dagegen, dass in ihrem Quartier folgende Dienstleistungen angeboten werden?) für die Planung konkreter Angebote zugunsten älterer Menschen oft ein schlechtes Planungsinstrument darstellen. Bessere Grundlagen bieten hier oft Fokusgruppensitzungen oder Diskussionsrunden in kleinen Gruppen, wo auch verdeckte Vorbehalte sichtbar werden. Häufig werden altersgerechte Angebote von älteren Menschen zwar generell begrüsst, aber nicht auf sich bezogen (,eine gute Idee, wenn ich mal älter bin'; ,Ist gut für einsame alte Menschen, aber glücklicherweise bin ich nicht einsam'). Auf das Alter bezogene Angebote, die nicht thematisieren, wie Frauen und Männer verschiedener Geburtsjahrgänge tatsächlich mit ihrem Altern umgehen, können zwar eine hohe Akzeptanz aufweisen, aber konkret wenig nachgefragt sein. Diese Feststellung ist namentlich bei Wohnformen mit Serviceleistungen oder Alterszentren mit zusätzlichen Infrastrukturangeboten zu beachten. Serviceleistungen müssen nicht nur bekannt sein, sondern auch mögliche Hindernisse für ihre konkrete Inanspruchnahme sollten genauer abgeschätzt werden. Entscheidend, ob Angebote benützt werden, sind nicht nur die Kosten und ihre Zugänglichkeit, sondern auch, ob alternative Unterstützungsnetzwerke (durch Angehörige, Freunde und Nachbarn) bestehen und wie ältere Menschen mit ihrem eigenen Alter umgehen. Viele Angebote und Dienstleistungen, die sich explizit an ältere Menschen richten oder die als altersgerecht angepriesen werden, bleiben von älteren Menschen unbeachtet, die sich noch nicht zu den ,Alten' zählen. Und in den letzten Jahren zeigt sich ein klarer Trend, dass weniger das Alter an sich anerkannt und akzeptiert wird, sondern dass sich mehr Frauen und Männer lang als ,jung' bzw. ,nicht alt' einschätzen.

Demografischer und sozialer Wandel der späteren Lebensjahre gleichzeitig

Das Alter, die Alternsprozesse wie auch die Wohnformen in späteren Lebensjahren unterliegen heute raschen Wandlungsprozessen. Das spätere Erwachsenenalter und das höhere Lebensalter unterliegen dabei dreifachen Wandlungsprozessen:

Erstens kommt es zu einer deutlichen demografischen Alterung der Bevölkerung, und die Zahl der über 65-jährigen Bevölkerung steigt rasch an. Dank erhöhter Lebenserwartung älterer Frauen und Männer steigt vor allem auch die Zahl der hochaltrigen Menschen stark an. In diesem Zusammenhang kommt es auch zu einer verstärkten Ausdifferenzierung unterschiedlicher Phasen der zweiten Lebenshälfte (Seniorenalter, gesundes Rentenalter, fragile Hochaltrigkeit, eventuell Phase von Pflegebedürftigkeit gegen Lebensende).

Zweitens erreichen neue Generationen, namentlich die ersten Vertreter der ,Baby-Boom'-Generationen, ein höheres Lebensalter. Es sind Generationen von Frauen und Männern, die ein anderes Bildungs-, Lebens- und Freizeitverhalten aufweisen als frühere Generationen. In den Wohlstandsjahren der Nachkriegsjahrzehnten gross geworden und früh mit einer globalen (Jugend)-Kultur konfrontiert, haben diese Generationen höhere Ansprüchen an allgemeine Wohnstandards.

Drittens unterliegen auch die späteren Lebensphasen (späte Familien- und Berufsphasen und nachberufliches Leben) einem ausgeprägten gesellschaftlichen Wandel, auch weil gerontologische Forschungsergebnisse neue Möglichkeiten zu einer aktiven und kompetenzorientierten Gestaltung des Alters aufzeigen. Durch ein gesundheitsförderndes Verhalten (angemessene Ernährung und genügend Bewegung, aber auch durch gute soziale Kontakte und regelmässiges Gedächtnistraining usw.) kann die gesunde Lebenserwartung bis weit ins Rentenalter hinein ausgedehnt werden. Während früher das Alt-werden passiv hingenommen werden musste, wird das Altern heute vermehrt als Prozess verstanden, der aktiv gestaltbar ist.

Vor allem die Kombination des Alterns sozial und kulturell mobiler Generationen und neue Modelle aktiven und kompetenzorientierten Alterns führen zu einer verstärkten Dynamik der späteren Lebensphase, die historisch neu ist. Die erhöhte Dynamik der zweiten Lebenshälfte beinhaltet allerdings auch eine verstärkte Ungleichheiten bei gleichaltrigen Menschen. Dies impliziert bei Wohnangeboten für ältere Menschen eine zielgruppenspezifische Ausrichtung. ,Wohnen im Alter' - dahinter verbirgt sich nicht ein einheitlicher Markt, sondern es handelt sich um vielfältige Marktsegmente.

Wirtschaftliche Lage - mehr wohlhabende ältere Menschen, aber nicht weniger einkommensschwache ältere Menschen

Dank Wohlstandssteigerung und einem Ausbau der Altersversorgung hat sich die wirtschaftliche Lage vieler älterer Menschen deutlich verbessert, und seit den 1980er Jahren gilt die Gleichung ,alt gleich arm' endgültig als überholt. Der Anteil an wohlhabenden bei reichen älteren Menschen ist in den letzten Jahrzehnten angestiegen, wodurch die ,Senioren' (50plus) zu einer wichtigen Nachfragegruppe in vielen Konsummärkten, aber auch im Wohnungs- und Immobilienmarkt wurden. Die wirtschaftliche Absicherung im Alter basiert für die allermeisten älteren Menschen allerdings weiterhin auf einer funktionierenden Altersvorsorge. So handelt es sich bei mehr als achtzig Prozent des Einkommens von Rentnerhaushaltungen um Transfereinkommen (Renten aus AHV, Pensionskassen usw.). Entsprechend hängt auch die Wohnqualität im Alter stark von sozialpolitischen Regelungen und Umverteilungen ab. Gleichzeitig ergeben sich verstärkte wirtschaftliche Ungleichheiten von Einkommen und Vermögen im Alter, und trotz allgemeiner Wohlstandssteigerung (mehr Renteneinkommen, höhere Vermögenswerte im Alter) sind weiterhin einige Gruppen älterer Frauen und Männer als einkommensschwach einzustufen. Dies trägt bei der Nachfrage nach Wohnungen im Alter zu einer Nachfrageschere zwischen günstigen Wohnungen und luxuriösen Wohnformen bei.

Kleinhaushalte im dritten Lebensalter - und institutionelle Versorgung im hohen Lebensalter

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Haushaltsgrösse zuhause lebender älterer Menschen deutlich reduziert. Lebten 1970 noch 28% der zuhause lebenden 65-jährigen und älteren Menschen in einem Haushalt mit drei und mehr Personen, sind dies gegenwärtig noch 5%. In diesem Zusammenhang haben vor allem zwei Haushaltsformen eine verstärkte Verbreitung erfahren: Zum einen erhöhte sich der Anteil älterer Männer und Frauen, die in einem Einpersonenhaushalt leben Die Entwicklung zum Alleinleben - hie und da als ,Singularisierung des Alters' bezeichnet - hat mit einer verbesserten wirtschaftlichen und sozialen Selbständigkeit sowie einer verstärkten Individualisierung neuer Rentnergenerationen zu tun. Zum anderen hat sich - trotz erhöhter Scheidungshäufigkeit bei jüngeren Generationen - der Anteil älterer Menschen erhöht, die in einem Paarhaushalt leben. An Bedeutung eingebüsst hat umgekehrt in den letzten Jahrzehnten vor allem das Wohnen mit Dritten (Untermietsverhältnisse, Nichtfamilienhaushalte usw.). Auch der Anteil an Zwei- und Mehrgenerationenhaushaltungen reduzierte sich in den letzten Jahrzehnten rasch. Nach dem Wegzug der Kinder leben heutige ältere und hochaltrige Menschen zumeist in einem Eingenerationenhaushalt. Der Anteil der zuhause lebenden 80-jährigen und Menschen, die mit einem ihrer Kinder im gleichen Haushalt leben, hat sich seit 1970 von 15% auf 2% reduziert, und selbst in ländlichen Regionen ist ein Zusammenleben älterer Menschen und ihren Kindern selten geworden.

Während bei Personen im gesunden Rentenalter heute Klein- und Kleinsthaushalte dominieren, gewinnt im höheren Lebensalter - und speziell bei steigender Pflegebedürftigkeit - das Wohnen in einer Alters- und Pflegeeinrichtung an Bedeutung. Der Anteil der in sozio-medizinischen Einrichtungen lebenden Personen erhöht sich vor allem nach dem 80. Lebensjahr. Bis zum Alter von 80-84 Jahren leben noch gut 90% der Menschen in privaten Haushaltungen bzw. selbständig in einer eigenen Wohnung (wenn teilweise nur dank guter ambulanter Pflege und Betreuung). Von den 85-89-Jährigen wohnen hingegen schon gut 23% in einer sozio-medizinischen Einrichtung, und fast zwei Fünftel (39%) der 90-94-Jährigen leben in einer Alters- und Pflegeeinrichtung. Bei den sehr hochaltrigen Menschen im Alter von 95 Jahren und mehr befindet sich schon gut die Hälfte in einer Alterseinrichtung. Neben dem Gesundheitszustand sind für einen Heimeintritt auch soziale Faktoren von Bedeutung, und einkommensschwache Personen sind häufiger und früher auf eine institutionelle Versorgung angewiesen als etwa wohlhabende Haus- und Wohneigentümer. Was sich für die nähere Zukunft abzeichnet, ist einerseits ein weiterer Anstieg im Eintrittsalter in eine sozio-medizinische Einrichtung, mit der Folge, dass Alters- und Pflegeeinrichtungen immer stärker mit hochaltrigen und oft multimorbiden Menschen gegen Lebensende konfrontiert sein werden. Andererseits dürften Zahl und Anteil an demenziell erkrankten Heimbewohnern in vielen Alterseinrichtungen weiter ansteigen, was spezielle Herausforderungen bietet.

Wohnsituation älterer Menschen - hohe Wohnstandards - aber oft nicht behindertengerecht

In den letzten drei Jahrzehnten haben sich die Grösse der Haushaltungen und die Grösse der Wohnungen älterer Menschen gegenläufig entwickelt. Der Anteil von Altersrentnern in kleinen Wohnungen mit nur ein bis zwei Zimmern ist in den letzten drei Jahrzehnten gesunken, wogegen sich der Anteil älterer Menschen mit vier und mehr Zimmer angestiegen ist: 1978 - in der ersten Wohnuntersuchung der Schweiz - lebten 22% der 65-79-Jährigen in Kleinwohnungen mit 1-2 Zimmern 2008 war dies nur noch für 10% der 65-79-Jährigen der Fall. 32% lebten in einer 3-Zimmer-Wohnung und 58% in einer Wohnung mit vier und mehr Zimmern, im Vergleich zu 48% dreissig Jahre früher. In der Schweiz leben insgesamt nur noch wenige ältere Menschen in engen Wohnverhältnissen, und seit Ende der 1990er Jahre müssen höchstens 5% der älteren Bevölkerung mit einer zu kleinen Wohnfläche auskommen. Der aktuelle Wohnstandard der grossen Mehrheit zuhause lebender älterer Menschen der Schweiz kann als gut bis sehr gut eingeschätzt werden. Diese positive Situation hat allerdings auch ihre Kehrseite: Bei hohem Wohnstandard ist der Wunsch nach einem Wohnwechsel - sei es in eine alternative Wohnform, sei es in ein Alters- und Pflegeheim - gering. Der Umzug in eine Alters- und Pflegeeinrichtung wird um so negativer bewertet, je höher der vorherige Wohnstandard war. Gleichzeitig entstehen durch einen hohen Wohnstandard beim privaten Wohnen entsprechend hohe Ansprüche gegenüber Alters- und Pflegeheimen.

Entsprechend dem hohen Wohnstandard zeigen die heutigen älteren Frauen und Männer eine hohe bis sehr hohe Wohnzufriedenheit. Die Wohnzufriedenheit der befragten Bewohner und Bewohnerinnen von Alterseinrichtungen (namentlich Alters- und Pflegeheime) ist ebenfalls hoch, und sofern Heimbewohnern genügend privaten Rückzugsraum eingeräumt wird, ist ihre Wohnzufriedenheit ebenso ausgeprägt wie bei den zuhause lebenden älteren Menschen. Einbussen der Wohnzufriedenheit zeigen sich vor allem bei engen Wohnverhältnissen, bei gesundheitlich bedingten Einschränkungen sowie dem Fehlen einer altersgerechten Wohnung. Aber auch Probleme mit dem Wohnumfeld (Nachbarschaftskonflikte, Lärmbelästigung u.a.) sowie finanzielle Einschränkungen beeinflussen die Wohnzufriedenheit negativ.

Auch eine Wohnung mit hohem Wohnstandard kann sich im hohen Alter allerdings als Hindernis erweisen, wenn hohe Schwellen, enge Türen oder räumlich schlecht eingerichtete Küchen und Badzimmer ein selbständiges Leben und Haushalten bei altersbedingten Mobilitätseinschränkungen erschweren oder gar verunmöglichen. So stufte 2008 nur ein Viertel (25%) der 60-jährigen Befragten ihre aktuelle Wohnung als alters- bzw. behindertengerecht ein. Etwas weniger als ein Drittel (31%) bejahte die Frage mit Einschränkungen, und zwei Fünftel (42%) erachteten ihre aktuelle Wohnung im Falle einer Mobilitätseinschränkung als ungeeignet. Im Vergleich zur früheren Erhebung 2003 hat sich der Anteil der Befragten, die ihre Wohnung als behindertengerecht einschätzen, jedoch signifikant erhöht.

Erhöhte Wohnmobilität und besserer Umgang mit Technik - auch im Alter

In der zweiten Lebenshälfte liegt häufig eine ausgeprägte wohnmässige Kontinuität vor, und ältere Menschen verbleiben oft gerne und lange in der selben Wohnung. Die Wohnmobilität auch älterer Menschen hat sich allerdings in den letzten Jahrzehnten ständig erhöht. So stieg der Anteil von Haushalten mit Referenzpersonen im Alter von 60 bis 74 Jahren, die innerhalb der letzten 5 Jahre ihren Wohnort wechselten, zwischen 1970 und 2007 von 8% auf gut 20%. Selbst bei den über 75-jährigen privat wohnenden Personen hat sich der Anteil der Wohnmobilen zwischen 1970 und 2007 erhöht, von 5% auf 16%. Ein Wechsel von Wohnung und Wohnort um die Pensionierung wird häufig durch wohnbezogene und familiale Faktoren bestimmt (Erhöhung der Wohnqualität, Wohnen mit Service, Nähe zu Angehörigen, altersgerechtes Wohneigentum). Im hohen Lebensalter steht Wohnmobilität hingegen eher mit der Auflösung von Privathaushaltungen aufgrund einer Verwitwung oder wegen schlechter Gesundheit in Verbindung (wobei ein Umzug häufig ungeplant und unfreiwillig vollzogen werden muss). So handelt es sich bei 22% der Wohnortswechsel von 80-jährigen Menschen um einen Heimeintritt, und bei den 90-Jährigen betrifft dies sogar 45% der Wohnortswechsel.

Die letzten Jahrzehnte haben zu einer umfassenden - und alle Lebensbereiche durchdringenden - Technisierung und Digitalisierung von Arbeit und Alltag geführt. Davon wurden auch die privaten Haushalte betroffen, und faktisch sind heute die meisten Haushalte mit modernen Haushaltsgeräten sowie mit modernen Kommunikations- und Unterhaltungsgeräten ausgestattet. Auch modernste Technologien erfahren eine rasche Ausbreitung, und dies zunehmend auch bei älteren Menschen. Während 1999/2000 erst 15% der 60-64-Jährigen einen Internet-Anschluss aufwiesen, waren es 2003 schon 41% und 2008 gar 64%, und heute hat auch die Mehrheit der 65-69-Jährigen zuhause einen Anschluss an das globale Informationsnetzwerk. Die noch geringere Nutzung von Internet und Mobiltelefon in den höheren Altersgruppen widerspiegelt primär Generationenunterschiede (ältere Generationen, die später mit moderne Kommunikationstechnologien konfrontiert wurden) als Altersunterschiede. Im Alter ist die Nutzung von Mobiltelefon und Internet signifikant mit dem Haushaltseinkommen und vor allem mit dem Bildungsstatus assoziiert.

Der Umgang mit technischen Hilfsmittel erfordert speziell im höheren Lebensalter ein Gleichgewicht ihres Gebrauchs - zur Kompensation altersbedingter funktionaler Einschränkungen - und ihres Verzichts - zur Erhaltung alltäglicher Kompetenzen. Je nach Gebrauch können sich sowohl positive wie negative Auswirkungen ergeben, und eine mögliche negative Nebenwirkung eines verstärkten Technikeinsatzes kann in einer Vernachlässigung und einer Reduktion eigener Fähigkeiten und Kompetenzen bestehen. Ein Lift erleichtert den Zugang zur Wohnung, etwa nach einem grösseren Einkauf, und bei Mobilitätseinschränkungen ist ein Lift eine notwendige Grundbedingung, um weiter in dieser Wohnung zu leben. Gleichzeitig verleitet ein Lift gesunde ältere Menschen dazu, auf gesundheitsförderndes Treppensteigen zu verzichten. Eine Vielfalt an Fernsehkanälen bietet Anregung und Abwechslung, kann aber auch zu Fernsehsüchtigkeit und Realitätsverlust beitragen. Altern in einer technisierten Umwelt ist daher sowohl anregend als auch anspruchsvoll, und der Nutzen vieler technischer Innovationen im Alter wird erst bei guter sozialer Begleitung und Unterstützung realisiert.

Wohnwünsche und Wohnperspektiven - zwischen Tradition und Aufbruch

Die Wohnvorstellungen im Alter sind stark lebensgeschichtlich geprägt, und da Wohnen vielfach eine hohe Kontinuität einschliesst, sind bei Wohnwünschen auch traditionelle Werthaltungen zentral.

Die Antworten zu den wichtigen bzw. prioritären Wohnaspekten für sich persönlich lassen deshalb ein eher traditionelles Wunschbild erkennen: An erster Stelle geht es um ,Gemütlichkeit' und dieser Wohnwert steht für eine bedeutende Mehrheit der befragten älteren Menschen an erster Stelle. Da im höheren Lebensalter die Wohnung häufig den zentralen Lebensmittelpunkt bildet, ist eine gute emotionale übereinstimmung zwischen Person und Wohnung für die Lebensqualität im Alter besonders entscheidend, und eine gemütliche - und damit auch gemütsvolle - Wohnung kann gerade in einer als hektisch betrachteten Zeit einen hohen Stellenwert geniessen. Oft betont wird auch der Wert einer kostengünstigen und ruhigen Wohnung, die aber in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten liegen soll. Im Zeitvergleich 2003 und 2008 zeigen sich hier zwei signifikante Verschiebungen: Kostengünstigkeit wird heute weniger stark betont, wogegen eine ruhige Wohnung noch stärker gewichtet wird. Viele ältere Menschen sind heute eher bereit, für gutes Wohnen bzw. für luxuriöses Wohnen mehr zu bezahlen (gleich wie zunehmend mehr ältere Menschen in ihre körperlich-gesundheitliche Wellness investieren). Aber seinen Luxus möchte man in Ruhe geniessen, und eine ruhige Wohnung - in einer unruhigen Welt - gehört mit zur Wohnqualität von Heute.

Soziale Wohnaspekte (Platz für Gäste, Nähe zu Angehörigen u.a.) stehen für die Mehrheit der befragten älteren Menschen hingegen weniger im Zentrum. Sie werden zwar vielfach als wichtig, aber nicht als sehr wichtig erachtet bzw. sie geniessen zumeist keine erstrangige Priorität. Auch die Rollstuhlgängigkeit einer Wohnung oder eine stimulierende Umgebung werden von den meisten Befragten kaum als prioritäre Wohnaspekte eingestuft, und der Wunsch, zusammen mit anderen Menschen zu wohnen, steht nur bei einer geringen Minderheit im Vordergrund.

Sachgemäss stehen persönliche Wohnpräferenzen in engem Zusammenhang mit der jeweiligen sozialen, finanziellen und gesundheitlichen Sitaution älterer Frauen und Männer. Dies namentlich für Wohnaspekte wie Kostengünstigkeit, Geräumigkeit oder Nähe zu Angehörigen. Die Detailanalyse lässt gleichzeitig für eine nicht unbeträchtliche Minderheit deutliche Diskrepanzen zwischen Wohnwünschen und Wohnwirklichkeit erkennen, etwa bezüglich Kosten, Lärmbelastung oder Rollstuhlgängigkeit.

Wird nach der Antizipation eines altersbedingten Wohnwechsels gefragt, zeigt sich, das mehr als sechzig Prozent (63%) der befragten zuhause lebenden Frauen und Männer sich zu diesem Thema bisher noch keine Gedanken gemacht haben. Ein Fünftel (22%) gab an, sich zwar schon gedanklich mit einem altersbedingten Wohnwechsel befasst zu haben, dies aber nicht gründlich. Nur ein Zehntel (11%) erwähnte, sich schon gründlicher mit Fragen eines Wohnwechsels aus Altersgründen auseinander gesetzt zu haben. Erwartungsgemäss machen sich jüngere Befragte weniger Gedanken über einen altersbedingten Wohnwechsel als ältere Befragte, wobei die entsprechende überlegungen erst ab dem Alter von 80 Jahren deutlich häufiger werden. Im Zeitvergleich 2003 und 2008 hat sich der Anteil derjenigen, die einen altersbedingten Wohnwechsel antizipieren bzw. planen, zudem eher reduziert als erhöht. Die Detailanalyse belegt, dass primär Push-Faktoren (negative Aspekte der aktuellen Wohnung und Hilfebedürftigkeit) Menschen frühzeitig dazu anregt, sich Gedanken zu einem altersbedingten Wohnwechsel zu machen. Bei guter Wohnsituation und guter Gesundheit wird ein altersbezogener Wohnwechsel erst ab dem 80. Lebensjahr stärker ins Auge gefasst.

Die direkte Frage nach einer Anmeldung in einem Alters- oder Pflegeheim wird erwartungsgemäss mit steigendem Lebensalter häufiger positiv beantwortet. Erst bei den 75-79-Jährigen sind es allerdings mehr als 11%, die sich - oft vorsorglich - schon angemeldet haben. Im Vergleich zu 2003 haben sich 2008 weniger über 80-jährige zuhause lebende Menschen für eine Alterseinrichtung eingeschrieben, was primär die Tatsache widerspiegelt, dass mehr Menschen länger zuhause verbleiben und - wenn überhaupt - später in ein Heim eintreten. Die Detailanalyse zeigt, dass vor allem eine aktuelle oder in naher Zukunft erwartete Hilfsbedürftigkeit im Alltag - und weniger eine schlechte subjektive Gesundheit an sich - zu einer Anmeldung in eine Alters- und Pflegeeinrichtung beiträgt. Ob jemand allein lebt oder nicht, ist nach Kontrolle anderer Variablen nicht mehr bedeutsam, sondern signifikant ist und bleibt ein anderer Faktor: Befragte mit tiefem Haushaltseinkommen melden sich häufiger in einer Alterseinrichtung an als Befragte mit hohem Einkommen, und dies gilt auch nach Kontrolle von Alter, Geschlecht, gesundheitlichem Befinden und Hilfebedürftigkeit. Es zeigt sich somit nicht nur ein Alterseffekt, sondern auch eine sozialer Effekt, und wer wenig finanzielle Ressourcen aufweist, ist früher auf eine institutionelle Versorgung im Alter angewiesen als Menschen mit guter finanzieller Absicherung.

Perspektiven - denkbare und undenkbare Wohnformen aus Sicht älterer Menschen

In den letzten Jahrzehnten wurde eine Reihe neuer Wohnformen für ältere und hochaltrige Menschen entwickelt, und entsprechend stehen selbst für pflegebedürftige alte Menschen mehr Wohnoptionen offen als nur die klassische Dichotomie ,Daheim oder Heim'. Die 60-jährigen und älteren zuhause lebenden Personen wurde dehalb danach gefragt, welche der verschiedenen Wohnmöglichkeiten Sie persönlich für sich selbst vorstellen könnten.

Der Zeitvergleich 2003-2008 verdeutlicht, dass die 'Nein'-Antworten bei manchen Wohnformen - von der speziellen Alterswohnung, einer Seniorenresidenz bis hin zu Alters- und Pflegeheim bzw. Pflegewohnung - signifikant häufiger wurden. Dies kann auf einen verstärkten Wunsch zum möglichst langen Verbleiben in seiner bisherigen oder einer neuen, aber nicht speziell altersorientierten Wohnlage deuten. Denkbar ist auch, dass zumindest einige Nein-Antworten auch ein verstärktes Verdrängen des eigenen Alters einschliessen (wie schon die Beobachtung andeutete, dass heute ein altersbedingter Wohnwechsel eher später antizipiert wird). Es ist jedenfalls auffallend, dass befragte Frauen und Männer, die sich schon Gedanken zu einem Wohnwechsel im Alter gemacht haben, - mit Ausnahme des Wechsels in ein privates Zimmer - eine signifikant positivere Einstellung zu den angeführten Wohnoptionen aufweisen als Menschen, die ihr Alter eher verdrängen.

Ein Wechsel in eine kleinere Wohnung findet auch 2008 - analog wie 2003 - eine gemischte Reaktion: Ein Viertel erachtet es als denkbare Wohnoption. Ein Drittel würde dies als Notlösung sehen und zwei Fünftel nehmen dazu klar eine ablehnende Haltung ein. Ein Wechsel in ein kleinere Wohnung wird vor allem in Betracht gezogen, wenn die jetzige Wohnung als zu gross eingestuft wird. Eine Verkleinerung des Wohnraums wird allerdings heute von älteren Menschen nur soweit akzeptiert, als damit eine eigene, in sich abgeschlossene private Wohnung verbunden ist.

Der Bezug einer eigentlichen Alterswohnung - welche klar auf das Alter hinweist - wird gleichfalls unterschiedlich beurteilt, und gut zwei Fünftel der Befragten (41%) können sich mit dieser Wohnform nicht befreunden. Nur ein Fünftel erachtet den Bezug einer speziellen Alterswohnung als positive Wohnoption. Im Vergleich zur Erstbefragung 2003 hat sich die Zustimmung zu Alterswohnungen signifikant reduziert, mit einem Anstieg der Nein-Antworten von 28% auf 41%. Mit dem Begriff 'Alterswohnung' verbindet sich gerade auch die Akzeptanz seines eigenen Alterns, und viele gesunde 60-75-jährige Menschen fühlen sich nicht als 'alt' und wollen auch nicht als ,alt' eingestuft werden. Die Detailanalyse zeigt, dass die 60-74-Jährigen eine Alterswohnung heute signifikant negativer beurteilen als vor fünf Jahren, wogegen sich die Einstellungen bei den 75-jährigen und älteren Befragten nicht signifikant verändert haben.

Mit dem Konzept der Seniorenresidenz werden private Alterswohnformen mit Serviceleistungen für gehobene Ansprüche angesprochen. Der Zeitvergleich 2003 und 2008 zeigt einige interessante Tendenen: Erstens haben sich die positiven Ansichten zur Seniorenresidenz sowohl bei der jüngsten Altersgruppe (60-64 J.) als auch bei den über 74-Jährigen signifikant reduziert, nicht hingegen bei den 65-74-Jahren. Oder in anderen Worten: Die jüngsten Befragten fühlen sich für eine Seniorenresidenz heute oft zu ,jung', und die ältesten Befragten assoziieren mit dem Konzept der Seniorenresidenz teilweise eine für das hohe Alter nicht geeignete Wohnform. Der Begriff „Senior“ spricht eher die jungen, mobilen Altersrentner an, wenn überhaupt. Die Beurteilung einer privaten Seniorenresidenz - einer Wohnform, die häufig gute Wohnqualität und Serviceleistungen mit milieuspezifischen Freizeitangeboten verbindet - ist zudem eng mit dem sozio-ökonomischen Status von Befragten verbunden. Im Zeitvergleich 2003-2008 hat sich die Wahrnehmung von Seniorenresidenzen als eine Wohnform für besser gebildete und wohlhabende ältere Menschen weiter verfestigt, und Seniorenresidenzen werden heute noch stärker als vor fünf Jahren als Alterswohnform mit Luxuxcharakter wahrgenommen (und auch angeboten).

Gemeinschaftliche Wohnprojekte für bzw. von älteren Menschen gehören zu viel diskutierten und stark beachteten neuen Wohnformen für die zweite Lebenshälfte. Wird jedoch konkret nach der persönlichen Wünschbarkeit einer gemeinschaftlichen Wohnform nachgefragt, zeigt sich, das nur gut ein Zehntel der 60-jährigen Personen eine Alters-Wohngemeinschaft für sich als mögliche Wohnform aktiv bejaht. Dies gilt auch für eine Hausgemeinschaft. Als allgemeine Wohnidee weitgehend akzeptiert, stösst ein gemeinschaftlich geprägtes Alterswohnen als konkrete Wohnoption weiterhin nur bei einer Minderheit auf persönliche Zustimmung. Im Zeitvergleich 2003 und 2008 zeigen sich keine signifikante Veränderungen, und die persönliche Zustimmung zu einer Alters-Wohngemeinschaft hat sich auch bei der jüngsten Altersgruppe nicht erhöht. Deutlich sind dabei Unterschiede nach Bildungsniveau, und gemeinschaftliche Wohnprojekte im Alter sind weitgehend Projekte für besser gebildete ältere Frauen und Männer, häufig aus sozialen Berufen, die schon während ihrer Jugendzeit Erfahrungen mit gemeinschaftlichen Wohn- und Lebensformen erlebt haben.

Analog zur Erhebung 2003 bejahte auch 208 nur eine Minderheit einen Wohnwechsel in eine Alterseinrichtung für sich persönlich. Relativ wenige ältere Menschen erachten das Wohnen und Leben in einer Alterseinrichtung als positive Wohnmöglichkeit, sondern häufig wird dies als Wohnoption wahrgenommen, die zwangsläufig - aufgrund etwa altersbedingter Pflegebedürftigkeit - zu akzeptieren ist. Dies entspricht der Wahrnehmung vieler älterer Menschen, dass diese Wohnform - unabhängig von eigenen Lebensplänen - bei gesundheitlichen Einschränkungen eine durchaus realistische Option darstellt bzw. bei schwerer Pflegebedürftigkeit die einzig verbleibende Option ist. Im Vergleich zu 2003 verlor die eher resignative Kategorie ,nur wenn es sein muss' allerdings signifikant an Boden, und mehr Befragte antworteten 2008 mit Nein. Interessanterweise wird der Wohntypus einer Pflegewohnung - die individuelle Lebensführung und sichere Pflege kombiniert - sogar eher negativer eingestuft als das Wohnen in einem Alters- und Pflegeheim. Dies kann darauf hinweisen, dass es nicht oder noch nicht gelungen ist, moderne Konzepte von Pflegewohnungen oder dezentraler Pflegewohngruppen vom allgemeinen Image des Pflegeheims zu lösen. Die Wohnoption einer dezentralen Pflegewohnung bzw. Pflegewohngruppe wird - weil zu wenig bekannt - primär mal negativ eingestuft.

Die Wohnperspektiven zuhause lebender älterer Menschen variieren in bedeutsamer Weise, wobei je nach nachgefragter Wohnform mehr soziale Faktoren (Einkommen, Bildung) oder gesundheitliche Variablen (subjektive Gesundheit, alltagsrelevante Beschwerden usw.) bedeutsam sind. Die Wohnformen, die explizit das Alter ansprechen, zeigen entsprechende Unterschiede je nach Altersgruppe. Die Detailanalyse aller Antworten zu den angeführten Wohnoptionen lässt bei den zuhause lebenden älteren Menschen zudem eine gewisse Polarisierung der Wohnperspektiven erkennen: Für fast die Hälfte (49%) der 2008 befragten Personen erschien keine der angeführten Wohnalternativen als attraktiv. Die andere Hälfte (51%) bejahte zumindest eine Wohnoption, wobei ein freiwilliger Wechsel in eine kleinere Wohnung, eine Alterswohnung oder bei wohlhabenden Personen in eine Seniorenresidenz im Vordergrund standen.

Die Zahl an bejahten denkbaren Wohnoptionen für die Zukunft stehen in engem und signifikanten Zusammenhang damit, ob sich die befragten Personen schon Gedanken zu einem altersbedingten Wohnwechsel gemacht haben. Und da dies eng mit dem Bildungshintergrund verknüpft ist, ist auch die Zahl an bejahten Wohnoptionen stark bildungsabhängig. Das (chronologische) Alter - nach Kontrolle anderer Variablen - ist gleichfalls ohne Bedeutung, sondern zentral ist die Einschätzung gesundheitlicher Einschränkungen. Hohe soziale Ressourcen (durch hohe Bildung) einerseits, aber auch die Konfrontation mit konkreten gesundheitlichen Einschränkungen führen gleichermassen zu einer verstärkten Akzeptanz alternativer Wohnoptionen für das Alter. Welche Wohnoptionen dann tatsächlich in Frage kommen bzw. gewählt werden, ist wiederum von den sozio-ökonomischen Ressourcen und dem Ausmass an Hilfe- und Pflegebedürftigkeit abhängig.

Wohnformen im Alter - für verschiedene Bedürfnisse sind je andere Wohnformen sinnvoll

In den letzten zwei Jahrzehnten wurden vielfältige Wohn- und Pflegeformen für ältere Menschen entwickelt und eingerichtet, wodurch die klassische Zweiteilung zwischen Zuhause wohnen und wohnen im Heim zusehends aufgelöst wurde. Analytisch betrachtet bewegen sich die in den letzten Jahrzehnten entwickelten (neuen) Wohnformen für ältere Menschen im Spannungsfeld verschiedener Hauptfunktionen:

Ein erstes bedeutsames Spannungsfeld bezieht sich auf das Verhältnis von Wohnfunktionen einerseits und Service- oder Pflegeleistungen andererseits. Der eine Pol sind Wohnformen, wo allein und nur die Wohnfunktion im Zentrum steht. Der Gegenpol sind Wohnformen, die stark durch Service- und Pflegeleistungen bestimmt sind. Zunehmend häufig sind aber auch Alterswohnformen, die Wohn- und Servicefunktionen kombinieren.

Ein zweites bedeutsames Spannungsfeld bezieht sich auf die soziale Einbettung einer Wohnform, mit vollständig individualisierten Wohnformen einerseits und gemeinschaftlich organisierten Wohnformen andererseits. Der eine Pol des Spannungsfelds ist das private Wohnen und Leben in einem eigenen privaten Einpersonen-Haushalt, ohne Bezug zu anderen Personen. Der Gegenpol sind gemeinschaftliche oder institutionelle Wohnformen, von Alterswohngemeinschaften bis hin zu Mehrbetten-Zimmer in einem Pflegeheim.

Im einzelnen werden vor allem folgende Trends - mit ihren Vor- und Nachteilen - angeführt und diskutiert:

a) Vom altersgerechten Wohnen zum hindernisfreien Bauen und Gestalten: In vielen Diskussionen der letzten Jahre zum Wohnen im Alter wurde die Forderung formuliert und vertreten, dass Wohnungen und Wohnumgebung möglichst altersgerecht zu bauen und zu gestalten seien. Der Begriff ,altersgerecht' ist allerdings keineswegs eindeutig, und er geht von zwei Sachverhalten aus, die aus gerontologischer Sicht problematisch sind: Erstens wird beim Konzept einer ,altersgerechten Wohnung' davon ausgegangen, dass Jung und Alt sich in ihren Wohnbedürfnissen klar und eindeutig unterscheiden. Zweitens impliziert der Begriff ,altersgerecht' ein eindeutiges Bild vom Alter, wobei dieses Bild bei genauer Betrachtung primär defizitorientiert ist: Alte Menschen würden spezielle Wohnangebote benötigen, weil sie nicht mehr ,normal' wohnen könnten.

In aktuellen gerontologischen Diskussionen werden deshalb Konzepte wie ,altersgerecht' - aber auch ,behindertengerecht' - vermehrt durch das allgemeine Konzept von ,hindernisfreiem Bauen und Gestalten' ersetzt: Hindernisfreie Wohnungen und öffentliche Gebäude sind nicht auf eine bestimmte - primär negativ definierte - soziale Gruppe (Behinderte, Alte) ausgerichtet, sondern es sind Wohnungen und Bauten, die für alle Menschen - ungeachtet ihres Alters und ihrer funktionalen Gesundheit - gut geeignet sind. Das Konzept ,hindernisfrei' schliesst nicht aus, sondern schliesst ein. Eine hindernisfrei gestaltete Wohnung - ohne Schwellen, mit breiten Türen, gut eingerichtetem Badezimmer usw. - ist ebenso gut für eine Familie mit jungen Kindern wie auch für eine alte Frau mit Gehproblemen geeignet. Eine Zugangsrampe bei einem öffentlichen Gebäude (Rathaus, Arztpraxis, Einkaufsladen) erleichtert das Leben sowohl von Menschen im Rollstuhl wie auch dasjenige junger Eltern mit Kinderwagen oder junger Menschen nach einer Sportverletzung. Hindernisfreier Zugang und (altersangepasste) Wohngestaltung sind allerdings nur ein - wenn auch wesentliches - Element einer lebensgerechten Wohnung.

Da sich die Bedürfnisse von Frauen und Männern im Laufe ihres Lebens ändern, ist zusätzlich auch eine möglichst nutzungsneutrale Gestaltung von Wohnräumen sinnvoll. Eine Wohnung sollte im Idealfall nutzungsneutral aufgebaut, erweiterbar bzw. rückbaubar sein, wobei heutige Menschen selbst entscheiden wollen, welche Räume sie wann und wie nutzen. Optimal ist eine möglichst hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Wohnung und Wohneinrichtung, wodurch auf lebenszyklisch wechselnde individuelle Anforderungen der Bewohner und Bewohnerinnen mit minimalen baulichen Aufwendungen reagiert werden kann. Eine flexible Raumeinteilung mit Schiebetüren macht beispielsweise auch kleinere (Alters)-Wohnungen vielseitig nutzbar. Je weniger ,fertig gebaut' eine Wohnung ist, desto grösser ist der individuelle Gestaltungsspielraum bezüglich Wohneinrichtung, Farbgestaltung und Wohnnutzung (wodurch etwa ein früheres Kinderzimmer ohne Probleme in ein Studio zur Gestaltung der nachberuflichen Lebensphase umgewandelt werden kann).

b) generationenübergreifende Wohnformen - auch im Alter: Während sich einige Wohnformen - wie Seniorenresidenzen und Alterswohnsiedlungen - bewusst und gezielt an ältere Personen richten, wird bei anderen Wohnprojekten eine Durchmischung der Generationen angestrebt. Einerseits soll damit eine soziale Trennung der Generationen vermieden werden. Andererseits wird davon ausgegangen, dass jüngere und ältere Menschen durch gegenseitige Kontakte zu profitieren vermögen. Intergenerative Wohnprojekte können im Einzelnen unterschiedlich gestaltet sein (intergenerative Wohn- und Haushaltsgemeinschaften, intergenerative Hausgemeinschaften, intergenerative Siedlungen und Wohngenossenschaften). Es ist allerdings anzumerken, dass eine gute altersmässige Durchmischung einer Hausgemeinschaft oder einer Wohnsiedlung noch keine intergenerationelle Gemeinschaft garantiert. Je näher zusammen gewohnt wird, desto wichtiger sind gegenseitige Toleranz und intergenerationelle Offenheit. Noch stärker als Kontakte unter Gleichaltrigen müssen Kontakte zwischen Jung und Alt regelmässig betreut und gepflegt werden. Bei generationenübergreifenden Hausgemeinschaften wie auch bei generationendurchmischten Wohnsiedlungen ist sowohl die Organisation gemeinschaftlicher Aktivitäten als auch eine Vermittlung bei intergenerationellen Konflikten zentral. Die Idee, dass sich gute intergenerationelle Kontakte und Beziehungen automatisch ergeben, hat sich als sozialromantisch geprägte Illusion erwiesen.

c) gemeinschaftliche Wohnformen für die zweite Lebenshälfte: Trotz oder gerade aufgrund einer verstärkten Individualisierung besteht in Teilen der Bevölkerung offenbar der Wunsch nach mehr sozialen Kontakten im Wohnbereich und Wohnumfeld. Gleichzeitig bleibt aber der Wunsch weiterhin stark verankert, eine eigene Privatsphäre beizubehalten, und die Grundbedürfnisse nach sozialem Zusammensein und Beibehaltung einer Privatsphäre werden heute oft gleichzeitig betont. Dies wirkt sich auf die gemeinschaftlichen Wohnprojekte älterer Frauen und Männer aus, und die heute realisierten gemeinschaftlichen Wohnformen für die zweite Lebenshälfte unterscheiden sich deshalb deutlich von der Idee der Wohngemeinschaft der 1960er und 1970er Jahre: Es geht nicht um die Aufgabe von Individualität durch kollektive Wohn- und Lebensformen, sondern um die Ergänzung der eigenen Individualität mit gemeinschaftlichen Kontakten, die über den Rahmen unverbindlicher Nachbarschaftskontakte hinausgehen.

Gemeinschaftliche Wohnprojekte in der zweiten Lebenshälfte sind primär als Hausgemeinschaften organisiert (Zusammenleben etwa im gleichen Haus, aber je eigene private Wohnteile). Auch wenn gegenwärtig erst ein statistisch betrachtet sehr kleiner Teil älterer Frauen und Männer in hausgemeinschaftlichen Wohnformen lebt, haben die bisher realisierten Modelle von Hausgemeinschaften die Vielfältigkeit des Wohnens im Alter stark erweitert. Mit der Entstehung von ausserfamilialen Wohn- und Hausgemeinschaften ergeben sich neue Optionen für ältere Frauen und Männer jenseits von Ehe, Partnerschaft oder Single-Dasein.

d) betreutes Wohnen - Wohnen mit Service: Betreutes Wohnen im Alter, zunehmend auch begleitetes Wohnen oder Wohnen mit Service genannt, beinhaltet eine Kombination von hindernisfrei gebauter Wohnung und spezifischen Hilfs- und Betreuungsangeboten. Das zentrale Ziel ist eine selbständige Wohn- und Lebensweise auch bei gesundheitlichen Einschränkungen alter Frauen und Männer. Das Konzept des betreuten bzw. begleiteten Wohnens im Alter basiert auf zwei zentralen Grundideen: Zum einen soll an Stelle einer 'Rund-um-Versorgung' in einer Alterseinrichtung jeweils nur so viel Hilfe geleistet werden, wie im jeweiligen Einzelfall benötigt wird. Zum anderen soll ein privates und selbständiges Haushalten und Wohnen auch garantiert bleiben, wenn ältere Menschen regelmässige Hilfe- und Pflegeleistungen benötigen.

Im Zentrum steht damit vor allem eine optimale Gestaltung des fragilen Alters, und betreutes Wohnen wird oft als sozialökologisch optimale Wohn- und Lebensform für alte Menschen in der Phase zunehmender (körperlicher) Gebrechlichkeit wahrgenommen. Die Konzepte und Formen des betreuten Wohnens sind allerdings keineswegs einheitlich, und auch Wohnen mit Service umfasst sehr heterogene Angebote. Weder gibt es eine allgemein verbindliche Definition noch verbindliche Leistungsvoraussetzungen oder Baustandards. Dies hängt damit zusammen, dass es bei der Ausweitung betreuter Wohnformen um einen ungeplanten und unkontrollierten Prozess handelt.

Betreute Wohnformen - ebenso wie Formen von Wohnen mit Service - bestehen idealerweise aus einer engen Verflechtung der Kernelemente ,hindernisfreie Wohnung' und ,Dienst- bzw. Serviceleistungen' (Betreuung, Beratung, hauswirtschaftliche Hilfe- und eventuell Pflegeleistungen) zu einem Sozialgebilde, das sich in wichtigen Aspekten von traditionellen Heimstrukturen unterscheidet. Beim Wohnen unterscheiden sich betreute Wohnformen vom Heim dadurch, dass im betreuten Wohnen die Bewohner und Bewohnerinnen über eine abgeschlossene private Wohnung - inklusive Bad und Küche - verfügen, wodurch diese Wohnform auch statistisch als eigenständiger privater Haushalt klassifiziert wird. Bei den Dienst- und Serviceleistungen besteht der Unterschied zu traditionellen Alterseinrichtungen darin, dass beim betreuten Wohnen die einzelnen Bewohner und Bewohnerinnen selbst darüber entscheiden, welche Dienstleistungen sie in welcher Intensität in Anspruch nehmen, zumindest was Wahlleistungen betrifft.

In den letzten Jahren wurde das Konzept des betreuten Wohnens bzw. Service-Wohnens in zwei Richtungen ausgedehnt:

Erstens kam es verstärkt zu Versuchen, Formen eines betreuten Wohnens auch auf stärker pflegebedürftige alte Menschen auszudehnen. Dies hat - etwa in Baden-Württemberg - dazu geführt, betreute Wohnformen mit Leistungen der ständigen Pflege einzurichten. Auch das Thema ,Umgang mit Demenzkranken im betreuten Wohnen' erfährt - aufgrund des steigenden Alters der Bewohnerschaft vieler Wohnprojekte - eine erhöhte Aktualität; sei es, dass sich hier die Grenzen betreuten Wohnens besonders deutlich zeigen; sei es, dass betreute Wohnformen stärker demenzgerecht gestaltet werden.

Zweitens gewann das Prinzip ,Wohnen mit Service, im Rahmen der Entwicklung einer ausgebauten Dienstleistungsgesellschaft jenseits altersbedingter Einschränkungen eine verstärkte Attraktivität. Auch für allein stehende jüngere Menschen kann eine Kombination von Wohn- und Serviceleistungen durchaus interessant sein. Wohnen mit Service scheint auch bei gesunden älteren Menschen zunehmend Anklang zu finden; sei es, dass damit die Sicherheit erhöht wird (etwa durch Hausmeister, Portier); sei es, dass - unabhängig von Gesundheitsfragen - die soziale Lebensqualität erhöht wird (etwa durch organisierte Aktivitäten, Einkaufstouren, Transportdienste usw.).

Wahrscheinlich ist zudem - in einer ausgebauten Freizeit- und Dienstleistungsgesellschaft - auch ein gewisser Trend zum temporär-betreutem Wohnen, sei es zur Entlastung pflegender Angehöriger; sei es nach einem Spitalaufenthalt, oder sei es einfach als Form von Wellness-Ferien auch im hohen Lebensalter.

e) Wohnformen für demenzerkrankte alte Menschen: Im hohen Lebensalter erhöht sich das Risiko, an einer hirnorganischen Störung (Demenz) zu erkranken, und mindestens ein Drittel der 90-jährigen und älteren Menschen in der Schweiz leidet an einer demenziellen Erkrankung. Aufgrund weiter ansteigender Zahl an hochaltrigen Menschen wird sich die Zahl von demenzerkrankten alten Menschen in den nächsten Jahren deutlich erhöhen, auch weil eine Prävention der allermeisten hirnorganischen Störungen gegenwärtig noch nicht möglich ist. Die Pflege der wachsenden Zahl alter demenzkranker Frauen und Männer ist eine der grossen Herausforderungen der nächsten Zukunft.

Da durch eine demenzielle Erkrankung häufig primär die kognitiven Funktionen - weniger aber die emotionalen Funktionen - eine Einbusse erfahren, beeinflusst eine gute Pflege die Lebensqualität demenzerkrankter Menschen positiv. Demenzerkrankte Menschen kommen im allgemeinen am besten in einem geschützten Rahmen zurecht. Pflegewohngruppen, die eine Ausrichtung auf Alltagsaktivitäten erlauben, erleichtern es, verbliebene Kompetenzen zu mobilisieren und emotionale Zugänge zu öffnen. Zudem erleichtern Pflegewohngruppen den Einbezug von Angehörigen in die Betreuung. Deshalb sind für die stationäre Betreuung alter Menschen mit Demenzerkrankungen überschaubare Wohneinheiten (mit max. 10 bis 12 Personen) oft optimal. Nach bisher durchgeführten Vergleichsstudien erwiesen sich dezentralisierte Pflegestationen und Wohngruppen als die am besten geeignete Wohnform für demenzerkrankte Menschen, neben einer guten familialen Versorgung. In den letzten Jahrzehnten wurden deshalb europaweit demenzgerechte Versorgungsstrukturen und Wohnformen aufgebaut, die einerseits eine kontinuierliche (professionelle) Betreuung bieten, die andererseits aber auch ein gemeinschaftsbezogenes Zusammenleben der Demenzkranken ermöglichen, in Anlehnung an vertraute Wohnformen wie der Familie, in der Sicherheit, Nähe und Geborgenheit vermittelt werden.

letzte Aenderung: Juli 2009

Neu Oktober 2014

François Höpflinger, Joris Van Wezemael (Hrsg.) (2014)
Wohnen im höheren Lebensalter. Grundlagen und Trends

Age Report III, Zürich: Seismo.
ISBN 978-3-03777-143-7

Ergebnisse der Age-Wohnumfrage 2013 und Fachbeiträge zum privaten Wohnen im Alter

 

www.age-report.ch

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