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François Höpflinger

Beruf und Familie - zwei Lebensbereiche, ein Leben

Ehe und Familie - hohe Wertschätzung auch heute

Trotz aller gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandlungen - und einer behaupteten Tendenz zur Individualisierung - geniessen Ehe und Familie weiterhin eine überraschend hohe Wertschätzung, und dies auch bei jüngeren Generationen. Die Ehe wird auch von 18 bis 39-jährigen Frauen und Männern - trotz steigenden Scheidungszahlen - mit grosser Mehrheit als positive Einrichtung gesehen und erlebt. An Popularität gewonnen hat allerdings auch das nichteheliche Zusammenleben, sofern damit eine feste Partnerbeziehung angesprochen wird (vgl. Tabelle 1: Beurteilung verschiedener Lebensformen 1986 und 2004). Obwohl der Anteil alleinlebender Frauen und Männer ansteigt, bestätigen sich Vermutungen nicht, dass sich die Gesellschaft zu einer Gesellschaft von Singles entwickelt. Der Anteil permanent alleinlebender Frauen und Männer ist gegenwärtig weniger als 5%. Umgekehrt haben sich auch kollektive Wohnformen (WG) nicht durchgesetzt.

Tabelle 1:
Beurteilung verschiedener Lebensformen 1986 und 2004

%-positiv: Jahr Total 18-39 J. 40-64 J. 65-84 J.
Verheiratet 1986 80% 74% 85% 94%
2005 82% 82% 81% 87%
Unverheiratet, mit festem Partner 1986 46% 62% 41% 25%
2005 74% 81% 72% 61%
Unverheiratet, mit wechselnden Partnern 1986 9% 12% 8% 2%
2005 17% 22% 14% 12%
Alleinleben 1986 31% 37% 23% 37%
2005 50% 53% 49% 45%
Wohngemeinschaft 1986 18% 21% 15% 14%
2005 37% 44% 33% 32%

Quelle: Univox-Befragungen

An erster Stelle steht bei der überwiegenden Mehrheit auch junger Menschen der Wunsch nach einer Kleinfamilie mit Kind/ern. Gemäss dem Mikrozensus "Familie" von 1994/95 wünschen nur 8% der 20-29-jährigen Männer, kinderlos zu bleiben. Auch bei den 30-39-jährigen Männern möchten nur 7% kinderlos bleiben. Über 90% der jüngeren Männer sind der Meinung, sich mit Kindern zu beschäftigen, sei bereichernd. Dass das Familienleben zwar wichtig sei, aber Beruf oder Karriere weit mehr zählen; diese Vorstellung wird speziell von jüngeren Männern mehrheitlich deutlich abgelehnt, wogegen ältere Männergenerationen noch häufiger den Beruf stärker gewichten als das Familienleben (vgl. Tabelle 2). Generell zeigen alle Studien, dass Beruf und berufliche Karriere bei jungen Generationen zwar nicht an Bedeutung eingebüsst haben, dass aber Beruf, Freizeit und Familienleben in einem Gleichgewicht stehen sollten. Gerade gut ausgebildete Männer und Frauen betonen vermehrt die Gleichwertigkeit aller drei Lebensbereiche, und gleichzeitig trauen sie sich zu, Beruf, Familie und Freizeit unter einen Hut zu bringen.

Tabelle 2:
Beruf versus Familienleben: Einstellungen von Männern verschiedener Altersgruppen

Ansicht: "Für Männer ist das Familienleben schon wichtig, aber eigentlich zählt für sie der Beruf oder die Karriere weit mehr"

Männer im Alter von: 20-24 25-29 30-34 35-39 40-44 45-49
             
-stimmt voll/stimmt eher 11% 15% 22% 22% 25% 28%
-teils/teils 28% 29% 24% 27% 29% 37%
-stimmt nicht 61% 55% 52% 51% 44% 34%

Quelle: Mikrozensus Familie 1994/95.

Ein weiterer zentraler Wandel des Familienlebens besteht darin, dass in jüngeren Generationen zunehmend partnerschaftliche Familienformen betont werden. Die Norm, dass der Mann erwerbstätig ist und die Frau sich um Haushalt und Kinder kümmert, verliert an Boden. Das partnerschaftliche Modell (beide Partner sind erwerbstätig und teilen sich Familienarbeit) gewinnt klar an Wertschätzung, namentlich bei den gut ausgebildeten Frauen und Männern (vgl. Tabelle 3). Damit verliert auch das klassische Drei-Phasen-Modell (Unterbruch der Erwerbstätigkeit der Frau während der Phase mit Kleinkindern, später Wiedereintritt ins Berufsleben) immer mehr an Basis. An seine Stelle treten Modelle einer doppelten Berufskarriere (dual-career) oder Formen von gemeinsamer Teilzeitarbeit, Job-Sharing sowie eine verstärkte Nachfrage nach familienergänzender Kinderbetreuung. Dies gilt - wie angeführt - vor allem für gut qualifizierte Frauen und Männer.

Noch entsprechen viele Familienformen noch nicht den neuen Idealen, aber der Anteil von Paarhaushaltungen mit gemeinsamer Verantwortung für Hausarbeit ist gerade bei jungen Paaren ansteigend. Obwohl immer noch die Frauen den Hauptteil der Haus- und Familienarbeiten leisten, ist der Zeitaufwand von Vätern beträchtlich und ansteigend. Männer mit Kindern leisten pro Woche durchschnittlich 22 Stunden Haus- und Familienarbeit, wobei auffällt, dass junge Männer mit steigender Bildung deutlich mehr Familien- und Erziehungsarbeit leisten.

Die Frage, wie berufliche und familiale Interessen vereinbar gemacht werden können, hat somit in den letzten Jahren eine verstärkte Bedeutung gewonnen, und sie dürfte auch für Unternehmungen wichtiger werden (und zwar um so mehr, weil in den nächsten Jahren die Zahl gut qualifizierter jüngerer Arbeitskräfte knapp werden dürfte).

Tabelle 3:
Ansichten zur Arbeitsteilung in Familien 1994 und 2004

Am besten ist: Mann arbeitet, Frau macht Haushalt Beide Partner berufstätig und teilen sich Familienarbeit
  1994 2004 1994 2004
Insgesamt
47%
37%
45%
57%
Nach Geschlecht:
- Männer
52%
40%
39%
53%
- Frauen
41%
34%
51%
61%
Nach Alter:
-18-39 Jahre
33%
27%
58%
66%
-40-64 Jahre
56%
34%
37%
61%
-65-84 Jahre
70%
73%
25%
21%
Nach Bildung:
- tief
63%
41%
31%
50%
- mittel
49%
39%
44%
55%
- hoch
34%
31%
54%
63%

Quelle: Univox-Befragungen (700 Schweizer StimmbürgerInnen) (Rest auf 100%: keine Antwort, weiss nicht).

Familien mit Kleinkindern - Familien- und Erwerbsmodelle im Zeitvergleich

Die zeitliche und soziale Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsleben ist in Paarhaushalten eng mit dem entsprechenden Erwerbsmodell verbunden. Die klassische Arbeitsteilung innerhalb einer Familie ist eine der Strategien, um beruflich-familiale Unvereinbarkeiten dadurch zu minimieren, dass der Partner sich vollzeitlich beruflich engagiert, wogegen sich die Partnerin vollberuflich auf Haushalt und Familienaufgaben konzentriert. Die Doppelbelastung ist im allgemeinen am höchsten, wenn beide Partner vollzeitlich erwerbstätig sind. Ein familienbezogenes partnerschaftliches Familienmodell - beide teilzeitlich erwerbtätig - vermag das Problem der Doppelbelastung zu reduzieren, ebenso wie eine reduzierte Erwerbszeit nur eines Partners. In der nachfolgenden Tabelle 4 ist die Verteilung und Entwicklung unterschiedlicher familial-beruflicher Modelle für 1970 und 2000 aufgeführt.

Tabell4 :
Familienmodelle in Paarhaushalten mit Kindern unter 7 Jahren: 1970 und 2000

Familienmodell:
1970
2000
Traditionell bürgerlich
75%
42%
Modernisiert bürgerlich
12%
37%
Egalitär erwerbsbezogen
11%
12%
Egalitär familienbezogen
0
3%
Andere Modelle
2%
6%

Definitionen:
Traditionell bürgerlich: Partner Vollzeit, Partnerin nicht erwerbstätig,
Modernisiert bürgerlich: Partner Vollzeit, Partnerin Teilzeit,
Egalitär erwerbsbezogen: Beide Vollzeit,
Egalitär familienbezogen: Beide Teilzeit.

Quelle: F. Höpflinger (2004) Familie und Beruf heute - ausgewählte statistische Informationen, in: Eidg. Koordinationskommission für Familienfragen (Hrsg.) Zeit für Familien. Beiträge zur Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsalltag aus familienpolitischer Sicht, Bern: EKFF: 35-51.

Dabei wird einerseits sichtbar, dass das klassische Erwerbsmodell (Partner vollzeitlich erwerbstätig, Partnerin nicht erwerbstätig) weiterhin vertreten ist, namentlich wenn jüngere Kinder vorhanden sind. Das traditionell bürgerliche Familienmodell hat allerdings in den letzten Jahrzehnten eindeutig an Gewicht eingebüsst. An seine Stelle trat vielfach ein modernisiert bürgerliches Familienmodell, in denen ein vollzeitlich erwerbstätiger Vater mit einer teilzeitlich erwerbstätigen Mutter verbunden ist. Wenn keine Kinder vorhanden sind, ist die Partnerin häufig zu mehr als 50% erwerbstätig. Beim Vorhandensein junger Kinder ist hingegen ein geringeres Erwerbspensum häufig. Seltener ist eine vollzeitliche Erwerbsarbeit beider Partner, namentlich wenn jüngere Kinder vorhanden sind, und dieses Modell findet sich primär bei kinderlosen Paaren. Aber noch seltener - wenn auch mit steigender Tendenz - ist ein egalitär familienbezogenes Modell, das durch eine Teilzeitarbeit beider Partner gekennzeichnet wird (Modell Halbe-Halbe).

Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte zeigt somit nur eine partielle Modernisierung der Familienmodelle, was mit familiensoziologischen Beobachtungen übereinstimmt, dass das moderne Familienleben durch ein komplexes Nebeneinander traditioneller und post-moderner Verhaltensweisen gekennzeichnet ist.

Intimität in der Familie - Rationalität im Beruf - ein Gegensatz?

Lange Zeit herrschten - auch in der Familienwissenschaft - die Vorstellung vor, dass private Familie und Berufswelt zwei getrennte Welten darstellen: Im einen Bereich (Familie) stehen private Emotionen und Gemeinschaft im Zentrum, der andere Bereich (Beruf) sei durch Rationalität und klare Strukturen charakterisiert. Neue Studien haben dieses Bild zweier Gegenwelten stark relativiert. Erstens wurde deutlich, dass auch im familialen Lebensbereich unverzichtbare Produktionsleistungen erbracht werden, und der ökonomische Wert der gesamten unbezahlten Arbeit wird vom Bundesamt für Statistik auf bis zu 215 Mrd. Franken pro Jahr geschätzt (was 58% des offiziellen Bruttoinlandprodukts entspricht). Zweitens wurde klar, dass innerhalb von Ehe und Familie wertvolle soziale und gesundheitliche Unterstützung erbracht wird. Entsprechend sind verheiratete bzw. in einer festen Partnerschaft lebende Männer gesünder und haben eine höhere Lebenserwartung als unverheiratete Männer. Drittens zeigt sich klar, dass innerhalb von Familien wertvolle soziale Kompetenzen erlernt, ausgeübt und vertieft werden, die auch für andere Lebensbereiche unverzichtbar sind. Sozialhistorisch wird deutlich, dass die Entwicklung moderner Arbeitsnormen (Sauberkeit, Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft) eng mit der Entstehung der bürgerlichen Familie verknüpft ist. Gegenwärtig wird klar, dass viele berufliche Probleme und Anpassungen an neue Arbeitsformen eng mit der Funktionsfähigkeit familialer Beziehungen zusammenhängen (was sich z.B. im Schicksal von Arbeitslosen mit oder ohne familiale Unterstützung dramatisch zeigt). In modernen Dienstleistungsunternehmen sind - neben fachlichen Kompetenzen - speziell auch emotionale und soziale Kompetenzen immer zentraler, und es sind gerade familiale Lebensformen - Umgang mit PartnerIn, Erziehung von Kindern, Erfahrung von kritischen Lebensphasen usw. -, wo solche unverzichtbaren sozialen Kompetenzen erlernt oder gestärkt werden. Mutter- und Vaterschaft sind beispielsweise ideale Testfelder für Chaosmanagement und Personalführung mit anspruchsvollen Kunden.

Zwar werden in der Fachliteratur und in öffentlichen Diskussionen primär die sogenannten Interrollen-Konflikte zwischen Familien- und Berufsleben (Stress und Zeitprobleme) thematisiert, aber eine sorgfältige Betrachtung der Lage zeigt auch viele positive Transfers zwischen beiden Lebensbereichen (positive Transfers bleiben allerdings - da weniger dramatisch als Konflikte - allerdings häufig unbemerkt).

Kurz und gut: es mehren sich die Belege dafür, dass gerade in einer dynamischen Dienstleistungsgesellschaft beide Lebensbereiche in einer unaufbrechbaren Schicksalsgemeinschaft verzahnt sind. Damit kann die Entwicklung der Familie auch für immer mehr Unternehmen zur "Schicksalsfrage" werden. Nicht-autoritäre Erziehungsformen haben schon heute auch zur Neuorganisation von Unternehmen beigetragen.

Neue Arbeitsformen und neue Familienformen: Optionen und Tips

Gegenwärtig befinden wir uns in der - sachgemäss schwierigen - Zwischenphase, in welcher partnerschaftliche Familienmodelle und bessere familial-berufliche Vereinbarkeit zwar immer stärker anerkannt werden, es jedoch noch viele praktische Barrieren gibt. Junge Eltern befinden sich oft in der Situation von Pionieren, welche neue Modelle zum Durchbruch zu verhelfen suchen. Da es sicherlich nicht darum gehen kann, ein altes Modell durch ein neues Modell zu ersetzen, sondern das Ziel vielmehr darin besteht, individuelle Wünsche zu berücksichtigen, gibt es kein allgemeingültiges Modell, wie Familien- und Berufsleben kombiniert werden können. Für nicht wenige Männer und Frauen hat das traditionelle Modell (Mann arbeitet, Frau kümmert sich um Kinder) weiterhin seine Bedeutung. Die Probleme und Wünsche ändern sich zudem je nach Lebensphase, und die Lage unmittelbar nach der Geburt eines ersten Kindes ist anders als die Situation mit Teenagern.

In der ersten Familienphase (Phase mit Kleinkindern) sind es - neben finanziellen Kosten - vor allem zwei Probleme, welche häufig zu Schwierigkeiten führen:

Erstens die hohe zeitliche Arbeitsbelastung, und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von jungen Müttern und Vätern beträgt - Erwerbs- und Familienarbeit zusammengezählt - je 63 Wochenstunden. Vorübergehende Reduktion der Arbeitszeit - via Teilzeitarbeit - kann hier eine Entlastung bringen.

Zweitens die Kleinkinderbetreuung, welche faktisch rund um die Uhr gewährleistet werden muss. Hier entstehen oft zeitliche Unvereinbarkeiten, welche durch eine Teilzeitarbeit, aber auch durch eine bessere Rücksichtnahme von Unternehmen auf Kinderbetreuung entschärft werden können. Hilfreich sind hier aber auch alle Formen einer familienergänzenden Kleinkinderbetreuung.

Während eine zeitweise reduzierte Erwerbszeit bei Frauen recht häufig ist (45% der erwerbstätigen Frauen arbeiten teilzeitlich), bestehen bei Männern bezüglich Teilzeitarbeit noch Hemmungen (und nur 9% der erwerbstätigen Männer arbeiten teilzeitlich). Möglicherweise kann Teilzeitarbeit junger Väter - auch in Kaderpositionen - eher realisiert werden:

- a) wenn im Betrieb Ansprechpartner bestehen, wo sich Interessierte über Vor- und Nachteile informieren können. Eine Diskussion mit Personen, welche ähnliche Erfahrungen gemacht haben, kann sich als nützlich erweisen, Chancen und Risiken besser abzuschätzen.

- b) wenn eine Unternehmenskultur existiert, welche die Teilbarkeit von Verantwortung akzeptiert,

c) wenn familienbedingte Teilzeitarbeit explizit als vorübergehende Lebensphase und nicht als permanente Lösung angesehen und angeboten wird.

Wichtige Literatur zum Thema:

Eidg. Koordinationskommission für Familienfragen (Hrsg.) (2004) Zeit für Familien. Beiträge zur Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsalltag aus familienpolitischer Sicht, Bern: EKFF.


Die nachfolgende Checkliste zeigt einige konkrete Möglichkeiten auf, wie Familien- und Berufsleben besser vereinbar gemacht werden können. Einige der Vorschläge sind umfassender als andere Vorschläge. Einige der Vorschläge sind im übrigen in einigen Regionen bzw. Unternehmen schon realisiert.

Checkliste: Möglichkeiten zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben

A) Allgemeine familienpolitische Vorschläge

- Bessere steuerliche Abzugsmöglichkeiten für Kinderkosten (gegenwärtig anerkennen nur wenige Kantone die vollen Kinderbetreuungskosten).

- Existenzsicherendes Einkommen für Kinder (gemäss Tessiner Modell) (gegenwärtig ist das Armutsrisiko von Kindern dopppelt so hoch als dasjenige von Rentnern).

-Gesamtschweizerische Koordination der Familienzulagen (momentan riesiges Durcheinander und Probleme bei neuen Familienformen)

-Verbesserter Zugang/Organisation von Alimenenteninkasso und -bevorschussung (für Alleinerziehende).

-Einführung von Tagesschulen und frühere Einschulung der Kinder (analog wie in anderen europäischen Ländern)

-Ausbau familienergänzender Kleinkinderbetreuung (Kinderkrippen, Horte, Tagesstätten) (Nachfrage übersteigt Angebot in der Deutschschweiz bei weitem).

B) Möglichkeiten auf betrieblicher bzw. unternehmerischer Ebene (teilweise realisiert)

-Verbesserte Möglichkeiten zu Teilzeitarbeit auch für männliche Kadermitarbeiter (Reduktion etwa auf 80%). Oder auch: Reduktion auf 90% und dafür längere Familienferien. Tips: Ansprechpartner und frühzeitige Information, reversible Lösungen/ Lebensphasenmodelle.

-Bessere Möglichkeiten für unbezahlten Elternschaftsurlaub (Sabbatical für junge Eltern)

-Weniger kurzfristige Sitzungen und Besprechungen (längerfristige Sitzungsterminierung) (Kinderbetreuung bei längerer Planung von Terminen leichter organisierbar).

-Vermehrte Möglichkeit zur Teleheimarbeit (an bestimmten Tagen) oder Teilnahme junger Eltern an Besprechungen via Telekonferenzen (weniger Reiseaufwand).

-Mithilfe und Unterstützung bei der Organisation von Mittagstischen (zusammen mit Elterngruppen, Schulbehörden oder Kirchgemeinden) (eventuell: Sponsor-Aktion).

-Bereitstellung und Organisation eines Kinderbetreuungsdienstes für Notfälle (Krankheiten, Unfälle, unvermittelte Abwesenheit), z.B. in Form von 'rent-a-granny', getragen durch pensionierte MitarbeiterInnen der Unternehmung.

- Tag der offenen Türe für die Kinder von Mitarbeitern (Kinder erfahren, was der Vater, die Mutter den ganzen Tag lang machen).

- Präsentation von neuen Familienformen von Mitarbeitern in der Betriebs- oder Unternehmenszeitung ('Familien sichtbar gemacht'). (Rollenvorbilder sind wichtig).

- Alle zwei oder drei Jahre 'betriebliche Familienkonferenzen': Auflisten und Diskussion von Problemsituationen und möglicher Lösungen (eventuell in Zusammenarbeit verschiedener Firmen).

.letzte Aenderung:Feb. 2005
(Studienunterlagen zu Alter, Generationen, Umfragemethoden)